Gleichheit ist zentrale Wertvorstellung des Humanismus und Liberalismus sowie fundamentales Prinzip ethischer und politscher Theoriebildung. Doch der Blick auf unsere Zeit lässt Gleichheit eher als eine Utopie erscheinen. Die vielgesichtigen Gegner der Gleichheit gewinnen an Einfluss. Ökonomische Ungleichheit nimmt erschreckende Ausmaße an, zu Lasten demokratischer Gesellschaften. Superreiche nehmen politisch Einfluss oder knicken ein vor Populismus, Autoritarismus und Faschismus. Geopolitisch gewinnt das aggressive Agieren in „Einflusssphären“ an Boden. Rechtskonservative Denker wie Carl Schmitt erleben eine Renaissance. Pseudo-Denker der manosphere wirken medial erheblich auf junge Menschen ein. Internalisierte Misogynie und Femizide bleiben weitverbreitet. Antisemitismus und andere Formen der Menschfeindlichkeit erscheinen zunehmend akzeptiert oder lassen gleichgültig.
Pädagogisch und didaktisch steht die Schule also vor der Herausforderung einer sich verändernden Mentalität und zunehmend herausfordernden Schülerschaft. Wie kann der Unterricht in Philosophie und Werte und Normen hier agieren, wie die Fahne von Humanismus, Feminismus, Liberalismus, Demokratie, Aufklärung hochhalten – und wie allen Schüler*innen didaktisch-methodisch gleichermaßen gerecht werden?
In Vorträgen und Workshops wollen wir diesen Fragen nachgehen.
Keynote: Jule Govrin (Universität Hildesheim)
Buch: Universalismus von unten. Eine Theorie radikaler Gleichheit (Suhrkamp 2025)
Das Tagungsprogramm wird derzeit erstellt und anschließend auch an dieser Stelle verlinkt.
Für nähere Informationen oder Rückfragen senden Sie uns bitte eine E-Mail niedersachsen@fv-philosophie.de.